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Künstliches Kniegelenk

Gelenkersatz als letzte Behandlungsmöglichkeit

Erst wenn konservative Therapieversuche, wie u. a. Krankengymnastik, Akupunktur und Injektionen, wie auch gelenkerhaltende operative Verfahren zu keiner bleibenden Minderung der Schmerzen führen, wird die Implantation einer Knieprothese empfohlen.

Der häufigste Grund für die Implantation einer Knieprothese ist eine Arthrose, der schmerzhafte Verschleiß des Gelenkknorpels. Der fortgeschrittene Knorpelverschleiß äußert sich in einer schmerzhaften Einschränkung der Belastbarkeit und der Gehstrecke sowie einem zunehmenden Verlust der Beweglichkeit. Ein weiteres typisches Symptom sind Schmerzen im Ruhezustand, vor allem auch nachts. Für die meisten Betroffenen führen diese Symptome über die Zeit zu einer deutlichen Verminderung der Lebensqualität.

Therapie

In Deutschland werden pro Jahr ca. 160 000 Gelenkersatzoperationen durchgeführt. Neueste Materialien, Operationstechniken und Prothesendesigns zur Verbesserung der Funktion und Haltbarkeit kommen dabei zum Einsatz. Prinzipiell wird im Rahmen der Operation versucht, nur die geschädigten Gelenkanteile zu ersetzen und gesunde Gelenkanteile weitestgehend zu schonen. Privatdozent Dr. Tim Walde führt als zertifizierter Kniechirurg sämtliche Gelenkersatzoperationen vom Teilgelenksersatz bis zum Prothesenwechsel durch.

Je nach Art und Lokalisation der Arthrose kommen verschiedene Prothesenarten zum Einsatz.

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Dr. Walde erklärt Röntgenaufnahme eines Knies mit schwerer Arthrose

PFJ-Prothese (Patellofemoraler Gelenkersatz)

Wenn die Arthrose nur das Gelenk zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen (Patellofemoral-Gelenk) betrifft, wird eine PFJ-Prothese eingesetzt. Das isolierte Vorkommen der Arthrose zwischen Oberschenkelknochen und Knierscheibe kommt jedoch sehr selten vor. Daher macht der Anteil der PFJ-Prothesen an der Gesamtzahl von Knieprothesen in Deutschland weniger als 1% aus. Sie tritt vor allem nach Fraktur der Knieschiebe oder bei Kniescheibeninstabilität auf. Eine genaue präoperative Analyse vom Zustand des restlichen Kniegelenkes ist hier durch die zusätzliche Durchführung einer Kernspintomographie zu empfehlen. In der Operation werden lediglich die Kniescheibenrückfläche sowie ein kleiner Teil vom geschädigten Oberschenkelknochen entfernt und durch die Prothese ersetzt. Das Hauptgelenk zwischen Oberschenkelknochen und Schienbeinkopf bleibt dabei erhalten. Die PFJ-Prothese zeigt gute Ergebnisse bezüglich Funktion und Schmerzreduktion sowie Patientenzufriedenheit.

Gelenkersatz Knie PFJ-Prothese
Teilersatz für das Kniegelenk

Unikondylärer Teilersatz (Schlittenprothese)

Wenn durch die Arthrose nur die Innenseite oder die Außenseite des Kniegelenks betroffen ist, kommt eine Teilprothese zum Einsatz. Neben einer genauen Befragung und Untersuchung werden Rögenbilder unter Last durchgeführt. In einzelnen Fällen wird auch eine Kernspintomographie benötigt, um sicherzustellen, dass der Patient zur Implantation einer Schlittenprothese geeignet ist. 

Ein Vorteil der sogenannten Schlittenprothese ist das geringere operative Trauma im Vergleich zur Vollprothese mit weniger Schmerzen und schnellerer Rehabilitation nach der Operation. Ein weiterer großer Vorteil der Schlittenprothese ist die hohe Zufriedenheit der Patienten mit guter Gelenkfunktion und Beugefähigkeit im Verlauf. Die Zufriedenheit ist im Durchschnitt sogar höher als nach einer Knie-TEP (Vollprothese). Daher sollte immer an die Möglichkeit der Implantation einer Schlittenprothese gedacht werden. Eine Altersobergrenze zur Implantation einer Schlittenprothese existiert nicht.

In Deutschland werden Schlittenprothesen mit einem Anteil von ca. 12 % aller Knieprothesen implantiert. Jedoch wäre der Einbau einer solchen Teilprothese bei ca. 40 % der Implantationen von Knieprothesen möglich. Neben den oben genannten Vorteilen weisen Schlittenprothesen eine lange Lebensdauer auf und im Falle einer Lockerung ist in den meisten Fällen ein Wechsel auf eine Vollprothese gut möglich.

Dr. Walde erklärt Knieprothese

Oberflächenersatz (Knie-TEP, bzw. Vollprothese)

Die Knie-TEP ist die am häufigsten implantierte Knieprothese. Sie ersetzt sämtliche geschädigten Gelenkanteile. Je nach Prothesendesign bleibt dabei das hintere Kreuzband intakt und nur das vordere Kreuzband wird entfernt. Die Implantation einer Knie-TEP, auch Vollprothese genannt, ist bei Schädigung aller Gelenkanteile notwendig bzw. wenn die Implantation einer Teilprothese („Schlittenprothese“) nicht mehr möglich ist.

Die korrekte Implantation der Komponenten unter Berücksichtung einer korrekten Bandspannung ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Ergebnis und die Langlebigkeit der Knie-TEP. Dies kann bei den allermeisten Patienten gut erreicht werden. Jedoch kann bei ausgeprägten Fehlstellungen (z.B. ausgeprägtes X-Bein) oder nach stattgehabter Achskorrektur die Operation erschwert werden. 

Vollprothese Gelenkersatz für das Knie
Navigierte Implantation eines künstlichen Kniegelenks

Navigierte Implantation Knie-TEP

Bei komplexeren Operationen kann die computergestützte Navigation zur Anwendung kommen. Dies trifft vor allem bei ausgeprägten knöchernen Fehlstellungen, wie z.B. bei ausgeprägtem X-Bein zu. Aber auch bei zuvor durchgeführter und im Verlauf fehlgeschlagener Achskorrektur kann die Anwendung der Navigation sinnvoll sein. Unter Anwendung der computergestützten Navigation konnte eine hohe Patientenzufriedenheit mit optimierter Operationsgenauigkeit festgestellt werden. Dies wurde bereits in verschiedenen Studien nachgewiesen.

Bei der computergestützten Navigation handelt es sich um ein innerhalb der Operation zum Einsatz kommendes Computersystem. Innerhalb der Operation wird durch dieses Computersystem die individuelle Anatomie des Patienten registriert und alle Operationsschritte werden dokumentiert. Für den Operateur bietet sich dadurch der Vorteil, dass jeder Operationsschritt exakt durchgeführt werden kann und dabei die wichtige Spannung der Bänder berücksichtigt wird. Des Weiteren ist durch dieses System eine intraoperative Qualitätskontrolle vor definitivem Einbau der Knieprothese möglich.

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